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Von 40 auf 120

100 Euro Dividende pro Woche waren das Ziel. Dafür lande ich rechnerisch bei ungefähr 120.000 Euro im Depot. Blöd nur, dass da noch rund 80.000 Euro fehlen. Also stellt sich die spannendere Frage: Wie komme ich da hin?

Eine schöne Zahl. Und dann?

Als ich mit meinem Depot angefangen habe, hatte ich ein ziemlich greifbares Ziel: irgendwann 100 Euro Dividende pro Woche.

Das klang nach einem ordentlichen Stück zusätzlicher Freiheit. Nach Geld, das regelmäßig hereinkommt, ohne dass ich dafür jedes Mal wieder arbeiten muss.

Auf das Jahr gerechnet sind das 5.200 Euro.

Das ist schön. Keine Frage. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto weniger fühlt es sich nach einem Endziel an. Eher nach einem Anfang.

Mehr Gelassenheit im Alltag. Ein Stück zusätzliche Rente. Ein bisschen mehr Spielraum.

Dafür lohnt es sich weiterzumachen.

Rückwärts gedacht: ungefähr 120.000 Euro

Wenn ich vom gewünschten Dividendeneinkommen zurückrechne, lande ich bei einer groben Zielgröße von 120.000 Euro im Depot.

Das ist eine Orientierung, keine Zusage. Ob daraus mindestens 5.200 Euro Dividende im Jahr werden, hängt von den tatsächlichen Ausschüttungen ab. Und davon, was nach Steuern übrig bleibt. Ein Depotwert allein garantiert noch kein Einkommen.

Dividenden können sich verändern. Kurse übrigens auch. Meistens genau dann, wenn man gerade dachte, man hätte alles verstanden.

Meinungen dürfen Stammtisch sein. Zahlen nicht.

Deshalb will ich hier sauber unterscheiden zwischen dem, was ich erreichen möchte, und dem, was mein Depot tatsächlich liefert.

Heute liegt es bei rund 40.000 Euro. Die neue Wegmarke heißt 120.000 Euro.

Von 40 auf 120.

Klingt schön kurz. Der Weg dazwischen vermutlich weniger.

Wo kommen die fehlenden 80.000 Euro her?

Die eigentliche Frage ist also nicht mehr nur, welche Aktie wann Dividende zahlt.

Die Frage ist: Wie kommt mein Depot von rund 40.000 auf 120.000 Euro?

Einfach warten wäre eine Möglichkeit. Allerdings wäre es beruhigend zu wissen, worauf genau.

Ich sehe verschiedene Hebel. Keiner davon ist ein Zaubertrick. Und wahrscheinlich wird am Ende eine Mischung daraus den Unterschied machen.

Hebel 1: Mehr Kapital ins Depot bringen

Der offensichtlichste Hebel ist gleichzeitig der unspektakulärste: Geld einzahlen.

Was ich zusätzlich investieren kann, muss das Depot nicht erst selbst erwirtschaften.

Nur ist das Leben bekanntlich kein Sparplan mit Dauerauftrag. Mal bleibt mehr übrig, mal weniger. Und manchmal ist es vernünftiger, Geld an anderer Stelle zu verwenden.

Ich möchte regelmäßig investieren, soweit es zu meinem Alltag passt. Mich dafür finanziell zu verrenken, wäre am Ziel vorbeigespart.

Das Depot soll meinem Leben dienen. Nicht mein Leben dem Depot.

Hebel 2: Dividenden wieder investieren

Solange ich die Ausschüttungen nicht zum Leben brauche, können sie zurück ins Depot fließen.

Damit kaufen die vorhandenen Beteiligungen nach und nach ein kleines Stück weiterer Beteiligungen dazu.

Das klingt weniger aufregend als der nächste große Börsentipp. Hat aber den Vorteil, dass ich dafür nicht ständig eine neue Geschichte glauben muss.

Auch hier gibt es keine Garantie. Wieder angelegte Dividenden bleiben investiertes Geld und tragen die Risiken der jeweiligen Anlage.

Trotzdem ist das ein Hebel, den ich bewusst nutzen möchte.

Hebel 3: Das Börsenexperiment als Beschleuniger

Und jetzt wird es interessanter.

Neben dem ruhigen Depot läuft ein kleines Börsenexperiment. Nicht mit dem ganzen Kapital, sondern mit einem klar begrenzten Chancenbudget.

Die Idee dahinter ist simpel: Kann zusätzliche Rendite den Weg von 40.000 auf 120.000 Euro sinnvoll verkürzen, ohne das eigentliche Ziel zu gefährden?

Das Börsenexperiment ist kein Ersatz für das langfristige Depot und keine Zockerei mit dem Gesamtvermögen.

Es soll zeigen, ob sich zusätzliche Chancen kontrolliert nutzen lassen. Dazu gehört auch, Verluste auszuhalten und Grenzen einzuhalten. Ein Experiment darf scheitern. Es darf nur nicht den ganzen Plan mitnehmen.

Wenn Gewinne entstehen, können sie teilweise wieder in das langfristige Depot zurückfließen und dort den Kapitalaufbau beschleunigen.

Ob das funktioniert, wird sich zeigen. Genau deshalb heißt es Experiment.

Hebel 4: Interessante Sektoren prüfen

Dann gibt es natürlich noch die Branchen, über die gerade alle reden.

Manche davon könnten tatsächlich etwas verändern. Bei anderen verändert sich vor allem der Kurs, bevor ich überhaupt verstanden habe, womit das Unternehmen Geld verdient.

Ich möchte solche Sektoren prüfen. Neugierig, aber ohne den Anspruch, jeden Trend mitnehmen zu müssen.

Eine spannende Geschichte ist noch keine gute Investition. Und ein heißer Sektor kann ziemlich schnell kalt werden.

Entscheidend bleibt, ob ich das Geschäftsmodell verstehe und ob die mögliche Chance zum Risiko passt.

Hebel 5: Vermögen gegebenenfalls umschichten

Schließlich kann ich mir ansehen, wo vorhandenes Vermögen sinnvoll eingesetzt ist.

Nicht jede Umschichtung bringt neues Vermögen. Erst einmal verschiebt sie nur Geld von einer Stelle zur anderen. Dafür braucht es einen guten Grund.

Ich könnte natürlich auch das Haus verkaufen und alles ins Depot stecken.

Dann wäre die Depotzahl vielleicht hübscher. Dafür müsste ich beim nächsten Regen unter dem Depotauszug schlafen.

Das war der humoristische Teil der Vermögensplanung.

Ernsthaft geht es darum, Entscheidungen im Zusammenhang zu betrachten: Was brauche ich im Alltag? Was gibt mir Sicherheit? Und welches Geld kann langfristig investiert bleiben?

Das Ziel ist klar. Der Weg noch nicht.

Ich habe also eine Richtung. Und mehrere Ideen, wie ich vorankommen könnte.

Was ich nicht habe, ist ein fertiger Masterplan, bei dem hinten garantiert die richtige Zahl herauskommt.

Hier soll deshalb eine Reise beginnen. Mit Einzahlungen, Dividenden, Entscheidungen und gelegentlich vermutlich auch mit der Erkenntnis, dass eine Idee auf dem Papier besser aussah.

Ich möchte festhalten, was funktioniert. Was nicht funktioniert. Und was ich unterwegs ändern muss.

Von rund 40.000 auf 120.000 Euro. Mit dem Ziel, mindestens 5.200 Euro Dividende im Jahr zu erreichen.

100 Euro pro Woche. Mindestens.

Das Ziel ist klar. Der Weg noch nicht. Und genau deshalb wird es interessant.

Carl